Meine 10 Wege zum Glück – Weg 4 – Loslassen

Loslassen bedeutet Leben

Loslassen bedeutet Leben, Zeichnung von Karin Mühlbacher

Einen wunderschönen Tag heute aus dem sonnigen Salzburg. Es geht diesmal um Loslassen. Dieses Thema könnte heute nicht passender sein. Wie ich schon mehrmals geschrieben habe, schreibe ich in diesen Blog nicht Tipps die in Büchern stehen, sondern erzähle aus meinem Leben, beschreibe meine Erfahrungen und lasse hier meinen Gefühlen freien Lauf.

Um es auf den Punkt zu bringen, heute habe ich mich seit langem wieder einmal richtig geärgert und dieser Ärger hielt über eine Stunde lang an, was für mich nicht normal ist, denn normalerweise dauert Ärger bei mir höchstens 10 Minuten. Ich wurde heute genau an meinem wundesten Punkt erwischt, nämlich wenn es darum geht,

„Was könnten den die anderen sagen“.

Obwohl  ca. 20 Bücher über Loslassen zu Hause stehen und diese auch von mir gelesen wurden, ich Seminare über Loslassen besucht habe und ich sogar hier in meinem Blog eine 10 teilige Serie über Loslassen geschrieben habe, gibt es immer noch ein Thema, wo mir dieses Loslassen nur sehr schwer gelingt.

Da ist ein altes Muster in mir, welches ab und zu mal wieder zum Vorschein kommt und wie auf der Startseite meiner HP schon steht, bin ich keinesfalls perfekt.

Bsp: Obwohl ich meine Eltern bedingungslos liebe wie hier beschrieben http://herzundliebe.com/allgemein/herz-und-liebe-teil-5/ und wir uns auch sonst überall sehr gut verstehen, gibt es ein Reizthema für mich, wo ich das Bewusstsein über meine Gedanken verliere und ich nur noch nach meinem Gefühl und Emotionen reagiere.

  • Was könnten denn die anderen sagen
  • mach das nicht, denn sonst schreit er dich aus
  • sag ja nichts über uns oder unseren Betrieb
  • erzähl das bloß niemanden
  • die anderen haben dies und das, mehr, größer, besser, wertvoller, schöner, teurer
  • hast du schon gehört,…….
  • die anderen sagen du schreibst hunderte Seiten Blödsinn
  • das darfst du nicht, denn sonst reden die Leute wieder
  • was sollen wir den Leuten sagen,

Habt ihr was gemerkt???

Es geht meinen Eltern immer nur darum, was die anderen von uns denken könnten, oder über uns sagen könnten. Wichtig ist vor allem, was wir haben und die meisten Gespräche drehen sich um die Vergleiche mit anderen, was die alles haben und wie brav und erfolgreich die anderen sind. Mir tut es ehrlich gesagt sehr weh, dass ich immer nur nach meiner Leistung und dem was wir haben, beurteilt werde. Da bin ich der brave Sohn auf den man sehr stolz sein kann. Da wir ein richtiges Paradies für unsere Tiere geschaffen haben und wir sehr erfolgreich sind, ist auch eine große Harmonie mit meinen Eltern gegeben und ich bin ihnen für alles sehr dankbar.

Ich versuche zwar, zu akzeptieren dass meine Eltern so denken und ich kann sie dank meiner bedingungslosen Liebe auch irgendwie verstehen, doch wenn es um das Getratsche der Leute geht, halte ich an meinem alten Muster fest und muss mich darüber sehr ärgern.

Natürlich habe ich gelernt, dass eine Situation so lange wiederkommt, bis wir sie endlich loslassen. Obwohl mir dies völlig bewusst ist, falle ich dennoch immer wieder auf dieses Thema herein. Da möchte ich dann am liebsten einfach schreien:

„Hey hier ist ein Mensch, mit Herz und vielen Gefühlen“ noch dazu bin ich euer Sohn, da kann es es doch nicht so wichtig sein, was die anderen von uns denken oder über uns sagen.

Mir ist schon klar, dass alle Menschen und deren Meinung gleich viel wert sind, aber kann man deswegen das Gerede der Leute wichtiger nehmen, als die Gefühle eines Menschen??? (Helmut Mühlbacher)

Hier fehlt mir noch das Verständnis.

Nun wie gelingt es mir dennoch diese negativen Gefühle loszulassen??

Sonnenaufgang Grabensee

Sonnenaufgang Grabensee

Zuerst habe ich heute beim Futter holen für unsere Tiere den Sonnenaufgang bewundert und genossen. Das gibt mir viel Freude und vor allem wieder viel positive Energie. Danach habe ich dann mit meiner Frau über dieses Thema gesprochen, denn sie hat noch nie interessiert, was andere von uns halten oder andere über uns denken. Da habe ich eine großartige Partnerin, die ein wenig lächelt und sagt:  „Lass sie reden“

Und schliesslich schreibe ich meine Gefühle hier in diesen Blog, hier kann ich sie am besten und restlos verarbeiten. Mir wird dadurch immer wieder bewusst, dass nur ich mich ändern kann.

Ich kann mich zwar immer wieder ärgern, verpflichtet dazu bin ich allerdings nicht.

Es liegt nur an mir, wie ich auf eine Situation reagiere. Die Situation kann ich nicht ändern, es ist – wie es eben ist, jedoch habe ich immer die Möglichkeit meine Einstellung zu ändern.  Durch das Schreiben wird mir dies wieder so richtig bewusst und mir geht es jetzt schon wieder sehr gut, bin voller Freude und auch die Sonne in meinem Herzen scheint bereits wieder sehr hell.

Außerdem gibt es sehr viele Leserinnen und Leser, denen es ähnlich geht, wenn man sie an ihrem wunden Punkt trifft. Da ist es gut zu wissen, dass sich auch ein Lebensfreudetrainer manchmal ärgern muss und wie er diesen Ärger dann verarbeitet.

Eines möchte ich euch am Ende auch noch sagen: Glaubt nicht immer alles, wenn jemand euch erzählt, dass die Leute schlecht über euch reden, oder euch belächeln, denn ich habe da ganz andere positive Erfahrungen gemacht. Ich wohne in einem kleinem sehr schönem Dorf und habe eine große Verwandtschaft, die aus vielen liebenswerten Menschen besteht.

Obwohl man mir immer wieder sagt, was die Leute angeblich über mich erzählen, hat mich noch nie jemand konkret darauf angesprochen, in meiner Gegenwart schlecht über mich geredet und was das Schönste ist: Immer wenn ich bis jetzt jemanden um Hilfe gebeten habe, wurde mir noch jedes mal geholfen, es hat noch keiner eine Bitte von mir abgelehnt. (Nicht vergessen, meine Bitte an euch, zukünftig Bücher bei Amazon über die Lebenshilfe zu bestellen, siehe Starstseite oder Inhalt)

Ich mag zwar „Small Talk“ und die Oberflächlichkeit nicht sehr gerne, aber die Menschen sind bis jetzt alle immer sehr nett und freundlich zu mir. Noch nie habe ich das Gefühl gehabt, dass mich einer nicht mag, mit dem ich zu tun hatte, da ist es doch völlig egal, ob sie hinten rum schlecht über mich reden oder auch nicht, schon langsam glaube ich all das nicht mehr. Vielleicht bin ich da auch zu naiv, das mag schon sein.

Als Abschluss habe ich noch eine wunderbare Geschichte meines Freundes Werner Forneberg aus Bremen, welche genau zu diesem Thema passt und den Wert einer Unterhaltung von mir bestimmt. Es gibt für mich nichts Schlimmeres, als mir bewusst zu werden, dass ich auch einmal etwas Schlechtes über einen Menschen erzähle. Wenn mir schon nichts Gutes einfällt ist es für mich besser den Mund zu halten. Oftmals werde ich dafür für einen Außenseiter gehandelt, aber das ist völlig O.K so.

Schade dass wir Menschen so sind, denn zuviel Leid und Kummer sind durch unbedachte Worte und Handlungen schon ausgelöst worden. Ich will niemanden kritisieren, denn nur ich selber kann mir meiner Gedanken, Worte und Handlungen noch bewusster werden. Hier bin ich noch keineswegs am Ziel. Vielleicht wäre es besser bevor ich spreche, jedes meiner Worte durch die 3 Siebe des Sokrates zu prüfen. (einfach anklicken)

http://www.das-eselskind.com/search?q=sokrates+und+die+siebe

So das war jetzt ein Beitrag voller Emotion und Gefühle, genauso habe ich aber meine 10 Wege zum Glück entdeckt.

Loslassen bedeutet für mich nicht nur in Büchern darüber zu lesen, sondern konkret etwas zu TUN um loszulassen. Meinen Ärger mir bewusst zu machen, ihn zu akzeptieren, versuchen die andere Seite zu sehen und zu verstehen, sowie diese Gefühle dann nicht zu verdrängen, sondern sie bewusst zu verarbeiten und in aller Liebe loszulassen. Wichtig für mich ist dabei auch den Menschen zu segnen und ihm nur das BESTE zu wünschen, der diese Gefühle in mir ausgelöst hat. Dazu gehört Vertrauen, hierüber schreibe ich dann im nächsten Beitrag.

Alles Liebe von Helmut

 

 

Über Helmut Mühlbacher

Mit Herz und Liebe will ich Freude dir schenken und deine Gedanken auf das Gute und Schöne in diesem Leben lenken

7 Kommentare zu Meine 10 Wege zum Glück – Weg 4 – Loslassen

  1. Eine schöne positive Seite – weiter so!!! 😉

    • Liebe Elischeba

      Ich bedanke mich bei dir sehr herzlich für deinen Kommentar, es motiviert mich und ich bin sehr dankbar für deine Worte. Da ich höchste Wertschätzung für die Menschen habe und mich immer wieder freue wenn mir jemand einen Kommentar hinterlässt, interessiere ich mich für den Menschen und für seine Gedanken.

      Liebe Elischeba, wenn ich auf deinen Namen klicke, lande ich genau auf deiner Homepage. Ich kann dir dazu nur von Herzen gratulieren. Es ist eine Ehre für mich, wenn du meine Gedanken und meinen Blog liest. Ohne deinen Kommentar, wüsste ich nicht einmal wer sich so aller meiner Seite befindet. Daher nochmals vielen herzlichen Dank für die wenigen, sehr erfreulichen Worte.

      Besonders beeindruckt hat mich an deiner Seite, wie sehr du dich für andere Menschen, die Tiere und unsere Umwelt einsetzt. Faszienierend auch deine Gedanken, die du mit uns allen auf deiner Webseite unter
      http://www.mrs-germany.com/ueber-mich.html teilst.

      Dabei kann ich dir nur überall zustimmen, auch ich habe in diesem Leben schon sehr viel bekommen, darum schenke ich all meine Einnahmen als Lebensfreudetrainer von den Vorträgen, der HELI- Behandlung, der Begleitung mit Herz und Liebe, sowie dem Buch, welches ich gerade in Arbeit habe, der Lebenshilfe Salzburg. Ich bekomme ja dadurch viel mehr, als mir Geld jemals geben könnte und außerdem hat mein Leben dadurch einen tiefen Sinn erfahren.

      Liebe Elischebe ich wünsche dir, dass die Sonne in deinem Herzen für immer scheint und sende dir beste Grüße aus Salzburg.

      PS: sollten dir noch mehr Artikel von mir gefallen, hast du hier eine Auswahl ohne viel suchen zu müssen. http://herzundliebe.com/inhalt/

      Alles Liebe von Helmut

  2. Früher habe ich mir auch immer Gedanken gemacht was die anderen Leute über mich denken. Das hat mich schließlich unglücklich gemacht. Es kann dich schließlich nicht jeder mögen und es ist völlige Zeitverschwendung sich damit zu befassen warum irgendein Mensch einen nicht mag. Es ist nunmal so das nicht jeder jeden mag 😉 Menschen sind unterschiedlich und das ist auch gut so. Letztendlich sind Familie und Freunde das Glück im Leben. Nich Geld, Größenwahn, Macht oder Beliebtheit..
    Danke für den schönen Artikel!! Kompliment!!:)
    Liebe Grüße Jessi

  3. Demian

    Lieber Helmut,
    zuallererst meinen Dank für Deine Website. Man merkt, dass Du mit viel Liebe und ganzem Herzen dabei bist. Wir brauchen mehr Menschen, die so wie Du das Positive stärken und Gemeinschaft und Dankbarkeit unter den Menschen fördern.

    Auch dieser Artikel, in dem Du über Dein persönliches Ringen mit dem Ärger schreibst, spricht mich an. Nicht zuletzt weil ich mich seit 25 Jahren beruflich mit diesen Themen beschäftige. Und so kommt es auch, dass ich hier mein Scherflein zur Aufhellung dieses Themas beitragen möchte.

    Du sprichst an, dass es wichtig ist negative Gefühle wie Wut anzunehmen. Das ist genau der Knackpunkt, finde ich. Hier entscheidet sich alles. Uns fällt es nur schwer, solche Gefühle willkommen zu heißen, weil sie normalerweise als negativ kategorisiert werden.

    Und ich denke, das haben wir alle schon erlebt oder können es zumindest nachvollziehen: den Ärger über dieses „Was sollen denn die anderen sagen“.
    Und alle haben wir uns schon schlecht gefühlt mit Wut und Ärger.

    Doch wenn wir die Wut in Deinem Beispiel ganz bejahen stellen wir fest, dass es unser Sinn für Autonomie und Selbstausdruck ist, der sich darin bewegt. Also ein Anteil, der etwas ganz Positives will: Sich frei und authentisch entfalten zu können, ohne durch die Angst vor dem Urteil anderer blockiert zu werden.

    Es ist also nichts Negatives an diesem Gefühl. Das heißt: wenn wir es ganz zulassen, auch in seiner Tiefe, dann fließt uns sein positiver, stärkender Inhalt ganz zu und Loslassen wird unnötig, weil wir das Gefühl schon integriert haben.

    Ja, oft ist der Anspruch des Loslassens motiviert durch das Urteil, dass es sich um ein negatives Gefühl handelt. Das Loslassen-Wollen steht dann auf subtile Weise der vollständigen Annahme entgegen.

    Und auf der anderen Seite die Angst: „Was könnten den die anderen sagen“. Auch diese Angst ist uns nicht gänzlich fremd und hat vielleicht schon den einen oder anderen blockiert. Wenn wir jedoch diese spezielle Angst ganz zulassen, stellen wir fest dass sich darin unser Sinn für Zugehörigkeit bewegt. Also ein ganz vitales Bedürfnis, dass sich aber ursprünglich darauf bezieht, als Mensch so wir wir authentisch sind in unserer Gruppe zugehörig und angenommen zu sein. Wenn wir nur als Fassade zugehörig sind, kann das nie befriedigen.

    Wenn beide Kräfte frei fließen: der Wille sich authentisch auszudrücken und das Bedürfnis dazuzugehören, dann finden wir den Weg auf authentische Weise dazuzugehören. Wenn wir die dazugehörige Wut bzw. Angst nur begrenzt zulassen, reagieren wir vorzeitig und mit begrenzten Möglichkeiten und finden im Ergebnis diesen Weg nie.

    Das Thema der so genannten „negativen“ Gefühle ist vielschichtig und ich kann es hier nur anreißen. Habe jedoch ein ausführliches eBook dazugeschrieben, das erklärt, warum „negative“ Gefühle in Wahrheit herausgeforderte Gefühlen sind und wie uns dieses Verständnis mehr Lebensfreude ermöglicht. Hier ist es auf Amazon zu haben: http://www.amazon.de/dp/B0080GYDF4

    Ist es okay für Dich, diesen weiterführenden Link zu posten? Alles Gute, Demian

    • Lieber Demian

      Ich danke dir von Herzen für deine Nachricht, ich habe deinen Kommentar freigeschaltet.

      Der Link ist O.K du hast ja auch sehr gute Bücher geschrieben.

      Es ist eine ganz besondere Ehre für mich, dass meine Beiträge sogar in
      Ecuador gelesen werden. Das ist Lebensfreude pur.

      Wünsche dir eine schöne Zeit und möchte sagen SCHÖN DASS ES DICH GIBT Demian.

      Sonnige Grüße von Helmut

      PS: bin gerade dabei wieder einen neuen Artikel in meinen Gedanken zu schreiben.

  4. Gerda

    Hallo liebe Familie Mühlbacher,
    ich war heute auf Euren Bauernhof und war sehr positiv überrascht, es ist der erste Laufstall der mir gefällt, weil es den Tieren so gut geht, weil alle so sauber sind und weil es in dem Stall so gut riecht und vor allem Ihr Eure Tier so gut kennt . Bei Euch spürt man ganz viel Liebe und kein Muss! Es hat mich in meiner Einstellung wieder gestärkt, vielen Dank für diesen Tag. Auch diese Homepage gefällt mir sehr gut und hat mich tief berührt, ich werde sie öfters besuchen !
    liebe grüße

    • Danke liebe Gerda für deine Nachricht.

      Ich habe dir persönlich geantwortet.
      Karin und ich versuchen einfach das Beste aus unseren Möglichkeiten zu machen,
      manchmal gelingt es, manchmal aber auch nicht. So ist das Leben.
      Wie ich schon in meinem Buch „DANKE lieber Gott für ALLES“ geschrieben habe, bin ich tatsächlich für Vieles sehr dankbar.

      wünsche dir noch eine wundervolle Zeit und möchte sagen:
      SCHÖN DASS ES DICH GIBT und wir uns begegnet sind.

      sonnige Grüße von Helmut

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