ROM – Teil 3 – Kirche – Reichtum

Wenn man in ROM den Petersdom, den Vatikan oder eine der 4 Papstkirchen betritt, dann wird man förmlich erschlagen von Prunk, Gold und Reichtum. Viele Menschen fragen sich, wie passt das zusammen. Immer wird vom Teilen mit den Armen geredet und wie schädlich Reichtum angeblich sein sollte. Ein Spruch sagt ja:

„Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme“.  aus der Bibel (Mt 19,24; Mk 10,25; Lk 18,25):

Abgang zum Petrusgrab im Petersdom

Abgang zum Petrusgrab im Petersdom

Betritt man dann die Kirchen in ROM, hat dieser Satz eindeutig seine Glaubwürdigkeit verloren. Mehr Reichtum als in diesen Kirchen und im Vatikan findet man vielleicht noch vereinzelt in einigen Königsschlössern dieser Welt.

Kirche Santa Maria in Vallicella

Kirche Santa Maria in Vallicella

Verschwendung wurde nicht nur damals großgeschrieben, sondern das gilt auch noch heute, wenn ich an den Bischofssitz von Limburg denke, der in der heutigen Zeit um ca. 31 Millionen Euro umgebaut wurde. Hier der Link dazu. Von der Vatikanbank will ich gar nicht sprechen.

Rom Kirche 1

Aus dieser Sicht ist es nicht verwunderlich, dass allein im Jahr 2013 in Deutschland 178.805 Menschen aus der Kirche ausgetreten sind. Im kleinen Österreich waren es immerhin auch 52.336 welche der Kirche den Rücken gekehrt haben. Noch viel alarmierender ist aber die Zahl, jener Menschen, welche nichts von der Kirche wissen wollen und auch nur mehr ganz selten und nur zu bestimmten Zeiten in die Kirche gehen.

Santa Maria Maggiore

Santa Maria Maggiore

Ich will hier gar nicht von anderen Dingen sprechen, denn ich habe selbst genug Schwächen und Fehler. Papst Franziskus entschuldigt sich ja laufend für vieles, was in der Kirche falsch gelaufen ist und für Verfehlungen einiger seiner Mitbrüder.

Kirche St. Paul vor den Mauern Roms. Alles bis zur Decke aus Marmor und Gold

Kirche St. Paul vor den Mauern Roms. Alles bis zur Decke aus Marmor und Gold

Trotzdem hat gerade die Kirche ein massives Glaubensproblem. Papst Franziskus selbst ist  ein großes Vorbild  und lebt auch dass, was er sagt. Aus diesem Grund wohnt er  noch immer im Gästehaus und setzt täglich neue Zeichen der Demut, der Bescheidenheit, der Güte, der Menschlichkeit, der Barmherzigkeit, der Liebe und der Toleranz. All diese Punkte haben in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten der katholischen Kirche sehr gefehlt. Es wurde meistens Wasser gepredigt und Wein getrunken.

San Giovanni in Laterano

San Giovanni in Laterano

Meine große Hoffnung ist, dass sich ein Bewusstseinswandel auch innerhalb der Kirche breit macht und dass die Kirche selbst, Papst Franziskus als Vorbild nimmt. Derzeit werden in Deutschland für Esoterik, New Age und neue Spiritualität ca. 25 Milliarden Euro ausgegeben, Tendenz steigend bis zu € 35 Milliarden Euro. Hier darf man die Menschen nicht verurteilen, denn sie suchen etwas, was sie in der katholischen Kirche nicht mehr finden können. Außerdem haben viele Menschen den Glauben an diese verloren.

Dies ist nur ein Seitenaltar der Kirche Santa Maria Maggiore, eine der 4 Papstkirchen Roms

Dies ist nur ein Seitenaltar der Kirche Santa Maria Maggiore, eine der 4 Papstkirchen Roms

Wir müssen uns bei dem Prunk und dem Reichtum der Kirchen auch ernsthaft fragen, ob wir darin Gott überhaupt finden können? Ich glaube eher, dass Gott in der Natur, in der Stille, in der Einfachheit und im anderen Menschen zu finden ist, als in dem Glanz und Gold der Kirchen. Papst Franziskus hat dies erkannt und geht deshalb andere Wege, um uns als Vorbild und Beispiel zu dienen.

Papst Franziskus als Mosaikbild in der Paulskirche

Papst Franziskus als Mosaikbild in der Paulskirche

Ehrlich gesagt, er ist der derzeit, einer der wenigen Kirchenvertreter, denen ich noch glaube, was er uns sagt, denn er lebt es uns auch vor. Ihr könnt euch sicher noch erinnern, als ich in ROM- Teil 1 von der Würde des Menschen geschrieben habe. Ja ich bin den Worten von Papst Franziskus gefolgt und habe den Bettlern in Salzburg nicht nur ein Almosen gegeben, sondern ihnen in die Augen gesehen und ihre Hände berührt.

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr sich diese Menschen gefreut haben und wie dadurch mein Herz berührt wurde. Es ist eine völlig neue und intensive Lebensfreude in mir und bei den Bedürftigen entstanden. Ja ich durfte tatsächlich Gottes Gegenwart in mir spüren. Gott hat mich und meine Hände genommen, um diesen Menschen zu helfen. Genauso habe ich es gefühlt.

Hier das einfache Gästehaus Santa Marta, indem Papst Franziskus wohnt, obwohl im aller Prunk und Glanz des Vatikans zur Verfügung stünde. Ein echtes Vorbild für mich

Hier das einfache Gästehaus Santa Marta, indem Papst Franziskus wohnt, obwohl im aller Prunk und Glanz des Vatikans zur Verfügung stünde. Ein echtes Vorbild für mich

Ein kurzer Blick auf die Vatikangärten

Ein kurzer Blick auf die Vatikangärten

Papst Franziskus ist mit gutem Beispiel voran gegangen, ich bin ihm in dieser Situation gefolgt. Gemeinsam haben wir die Welt für wenige Menschen, einige kurze Augenblicke besser gemacht und sind mit viel Lebensfreude belohnt worden. Dieser Papst spricht durch seine Taten, alles andere sind zwar schöne, aber leere Worte.

sonnige Grüße von Helmut

 

 

 

 

Über Helmut Mühlbacher

Mit Herz und Liebe will ich Freude dir schenken und deine Gedanken auf das Gute und Schöne in diesem Leben lenken

4 Kommentare zu ROM – Teil 3 – Kirche – Reichtum

  1. Victoria Riegler

    Lieber Helmut da stimme ich dir zu, Papst Franziskus ist wirklich ein bescheidener sympatischer Mensch, aber halt auch ein Mensch! Vielleicht kann er der Institution Kirche wieder Neuen Glanz verleihen,
    aber es sitzen noch zuviele konservative Herren im Vatikan!!!
    Für mich ist die Kirche ein Machtapparat, der Angst verbreitet und damit Druck auf die Menschen ausübt….aber das wäre ein zu komplexes u.umfangreiches Thema…Und ich weiß, das auch du den Schöpfer in der Natur und in Mensch und Tier begegnest…und nicht nur in der Kirche!
    Es kann sein, dass dir meine postings auf fb. nicht so zusagen, weil ich nie ein like finde 😉 ich bin für alle Themen offen….Ich bewundere Deine Texte und Bilder auf deinem Blog sehr!
    Sei gesegnet
    Victoria

    • Liebe Victoria
      So wie du die Kirche siehst, sehen sie mittlerweile über 80 % der Menschen, mit denen ich ins Gespräch komme. Ja vielleicht stimmt es und ich habe dies früher genauso gesehen. Jedoch habe ich eine Vision. Mit meinen Dankbarkeits Stammtisch der Sonne im Herzen möchte ich alle Menschen vereinen. Ich will das GEMEINSAME nicht das Trennende suchen. Sowohl in der Neuen Spiritualität als auch in der traditionellen Kirche gibt es wunderbare Menschen mit viel Liebe und Sonne im Herzen. Ich will nicht nach Fehlern oder Schwächen fragen, denn diese habe ich selber mehr als genug. Überall bin ich auch der Suche nach dem GUTEN in den Menschen, egal wo sie sind und welche Einstellung sie haben. Wenn ich etwas will, dann befasse ich mich mit der Situation. Nachdem ich über 10 Jahre alles über die Esoterik und das positive Denken wissen wollte und ca. 20 Jahre mit dem Leben und alles was es für mich lebenswert befasse, interessiere ich mich derzeit eher mehr für die positiven Dinge der Kirche, die gibt es nämlich auch. Als ich nämlich vor einigen Jahren sagte, dass ich die katholische Kirche mit über 1 Milliarde Menschen und die Neue Zeit und New Age Bewegung wieder vereinen will, haben mich alle für verrückt erklärt, denn das kann niemals funktionieren. Da hat aber noch niemand vom Rücktritt Benedikts gesprochen und dass der neue Papst nicht nur schöne Worte findet, sondern dass lebt was er sagt, ja oftmals lebt er so wie Jesus und sagt aber gar nichts. Er entschuldigt auch ununterbrochen für die vielen Fehler und Sünden, welche die Kirche begangen hat, so auch heute wieder bei allen Protestanten. Ja ich glaube daran, dass eines Tages Priester, Politiker, Arbeiter, Angestellte, Bauern, Arbeitslose Menschen, Channelmediums, Lichtarbeiter, Mentaltrainer, Erfolgstrainer, erfolgreiche Geschäftsleute und Menschen, welche arm sind an den Dankbarkeits Stammtischen der Sonne im Herzen alle zueinander finden und dass wir alle unsere Gaben, Fähigkeiten und Talente mit den anderen Menschen teilen, um unsere wunderbare Erde, die Natur, die Umwelt und unsere Mitbewohner der Erde, alle Tiere und Pflanzen zu schützen, zu erhalten und zu fördern. Ja ich glaube an das Gute im Menschen und habe schon einige konkrete Schritte gesetzt, dies auch umzusetzen.

      Es gibt so viele wunderbare Menschen, die mir helfen und beiseite stehen.

      sonnige Grüße von Helmut

  2. Lieber Helmut,
    ganz herzlichen Dank für Deine wertvollen Gedanken. Du hast recht, das ist ein ganz schwieriger Bereich. Dieser Reichtum der Kirche – auch der evangelischen Kirche – hat ja dazu geführt, dass z.B. durch Franz von Assisi ein Orden gegründet wurde, der sich Bescheidenheit und persönliche Armut auf die Fahnen geschrieben hatte. Aber wie hat Papst Franciscus vor einer Zeit richtig gesagt: „Es bringt nicht, auf die Fehler der Vergangenheit zu schauen, wir können sie nicht mehr rückgängig machen. Wir müssen aber darüber nachdenken, wie die Kirche heute dazu nutzen kann, um das Elend, die Not und den Hunger auf dieser Welt zu verringern.
    Seid herzlich aus Bremen gegrüßt von Werner

    • Danke lieber Werner
      Ja dass sind genau meine Gedanken auch. Leider ist in der Vergangenheit viel falsch gelaufen und auch heute noch, doch ist dies bei mir persönlich nicht anders. Sehen wir in die Zukunft, sehen wir das GUTE. Wir alle kennen die Wahrheit nicht. Was ist schon richtig. Ein kurzes Beispiel dazu:

      Als ich die Dankbarkeits Stammtische gegründet habe, dachte ich dies sei eine wundervolle Sache und alle würden sich darüber sehr freuen, denn wenn die Menschen Dankbar sind, ist dies für alle von Vorteil. Da habe ich mich riesig getäuscht. Vor kurzem habe ich mit einem der mächtigsten und einflussreichsten Politiker in Österreich darüber gesprochen. (Es war dies nicht der Bundespräsident und auch kein Regierungsmitglied). In einem Vieraugengespräch hat er mir erklärt wie gefährlich solche Dankbarkeits Stammtische in Wirklichkeit sind und dass er diese in der Öffentlichkeit nicht unterstützen kann.

      1. Wenn die Leute zufrieden und dankbar sind, kaufen sie nichts mehr, dann gibt es kein Wirtschaftswachstum mehr. Damit die Wirtschaft funktioniert braucht es Erfolgsdenken, Konkurrenz und die Neidgesellschaft. So leid es ihm tut, er persönlich hat eine andere Einstellung, er ist dankbar, glücklich und zufrieden und braucht gar nichts zu erreichen. Aber er hat mir nur die ehrliche Antwort gegeben.

      2. Wenn die Menschen glücklich und zufrieden sind, braucht es keine Seelsorge der Kirche mehr. Die Kirche verdient ja auch damit, ein Dankbarkeits Seminar in einem Kloster kostet inklusive Übernachtung ca. € 700.- und ich würde dies für jeden gratis anbieten, das geht ja gar nicht. Hier allerdings glaube ich, dass die Kirche mit dem Umdenken schon begonnen hat. Obwohl andererseits haben mein Buch schon hochrangige Kirchenvertreter gelesen und von niemanden habe ich eine Rückmeldung bekommen. Weder von unserem Erzbischof, vom Kardinal oder von Papst Benedikt XVI, dem ich mein Buch mit einem 6 seitigen Brief an seine persönlich Privatadresse gesendet habe. Das Buch für Papst Franziskus wurde mir in der Kirche Santa Maria Maggiore gestohlen, während ich mich auf die Lesung vorbereitet habe. Außerdem hat mich der Leiter des Katholischen Bildungswerkes gefragt, ob ich Vorträge halten würde, als er aber das Buch „DANKE lieber Gott für Alles“ bekommen hat, habe ich nie mehr davon etwas gehört. Ich gebe aber die Hoffnung nicht auf, dass auch die Instution Kirche einmal die Gemeinsamkeiten mit anderen sucht.

      3. Allein in Deutschland wurden mit New Age, Esoterik, dem positiven Denken und alles was dazugehört2013 ca. 25 Milliarden € verdient. Jetzt komme ich mit meinem Buch und den Dankbarkeits Stammtischen der Sonne im Herzen und erzähle den Menschen genau dass, was ich gelesen und selbst erfahren und erlebt habe. Da habe ich einen ganzen Wirtschaftszweig gegen mich.

      Also der Politiker hatte schon recht, so einfach und für alle Menschen positiv sind solche Dankbarkeits Stammtische der Sonne gar nicht, wie ich gedacht habe. Nicht alle haben eine Freude mit mir und meinen verrückten Ideen.

      Weißt du lieber Werner, was mich so zuversichtlich und positiv stimmt. In unserem Hergottswinkel in der Stube sassen schon viele Menschen, nicht nur Kardinal Schönborn, sondern auch unser Herr Bundespräsident, welcher ein bekennender Agnostiker ist. Er hat auch mein Buch gelesen „DANKE lieber Gott für Alles“ und weißt du was Papst Franziskus sagt. ???

      In dem Buch über Himmel und Erde sagt er: „Ein zweifelnder, ehrlicher Agnostiker ist ihm lieber als ein gläubiger Christ, der glaubt in Besitz der einzigen Wahrheit zu sein.“

      sonnige Grüße von Helmut

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