Das Wunder vom Grabensee

DAS WUNDER VOM GRABENSEE

(Ein modernes Märchen für Kinder und Erwachsene)

Es war einmal eine Zeit, in der die Menschen vor allem dem Geld nachliefen und wo nur die Leistung zählte. Je mehr Geld und Besitz die Leute hatten, umso angesehener waren sie. Also wollten möglichst viele Leute immer mehr haben. Das konnte nicht lange gut gehen und viele Seelen zerbrachen daran. Es gab zwar einige Leute, die sehr viel äußeren Reichtum besassen, dafür lebten aber immer mehr Menschen in Armut.

Auch die Bauern mussten immer mehr erzeugen, weil sie für ihre Produkte nur sehr wenig bekommen haben. Wenn die Nahrung zu teuer war, wurde sie einfach aus anderen Ländern geholt. Hauptsache billig, egal wie viel Leid für die Menschen, für die Tiere und für die Umwelt damit verbunden war. Wichtig war nur, dass einige große Firmen und der Handel reich wurden. Die Händler wollten immer die besten Produkte zum billigsten Preis haben.

Die Reichen Leute bezahlten auch nicht mehr, denn sie gaben ihr Geld großteils für Freizeit, Kleidung, Schuhe, Autos, Häuser, Villen, Jachten, Urlaube und anderen Luxus aus. Die armen Menschen mussten dafür immer mehr arbeiten, um sich und ihre Familie mit den billigsten Lebensmittel ernähren zu können. Viele wurden krank und hatten auch keine Zeit mehr für ihre Kinder.

Die Kinder wurden darum in Krabbelstuben, Kindergärten, Betreuungseinrichtungen oder bei Tagesmüttern abgegeben und nach der Arbeit wieder geholt.

Menschen gaben nur mehr sehr wenig Geld für gesunde Lebensmittel aus, dafür aber in vielen anderen Bereichen, wie Handys, Computer, Unterhaltungsindustrie usw. So kam es, dass in nur 3 Jahren (von 2009 – 2012) über 157 000 Bauern ihre Höfe aufgeben mussten. Die Tiere dieser Bauern kamen in große Betriebe, hatten keine Namen mehr, sondern waren nur noch Nummern. Es wurde von ihnen verlangt, immer mehr Milch zu geben. Sie bekamen Silage, Kraftfutter, Getreide, Mais und vor allem Soja zu fressen, um die Milchleistung ständig zu steigern. Für das Soja wurden in den armen Ländern in Südamerika ganze Wälder gerodet. Damit eine Kuh in Europa im Jahr über 10.000 Liter Milch geben konnte, mussten viele Menschen in den armen Ländern an Hunger leiden.

Die Kuh der Reichen fraß das Brot der Armen, obwohl die Kuh ein Wiederkäuer und kein Schwein ist.

Die Kuh frißt normalerweise nur Gras und Heu. Damit die Menschen billige Nahrungsmittel bekamen, um ihr Geld für andere Dinge auszugeben, waren die übrigen Bauern gezwungen auf der ganzen Welt die Natur und Umwelt, sowie die Gesundheit der Tiere auszubeuten. Viele wollten das nicht, hätten sie aber nicht so gehandelt, wären auch ihre Höfe für immer geschlossen worden. Sie mussten immer mehr zu billigeren Preisen produzieren, da es viel zu viel Milch in Europa gab.

Da wurden die Bäuerinnen und Bauern richtig wütend. Sie schimpften auf die Politiker, auf die Händler und die Verarbeiter der Milch. Als Zeichen dafür wurde die Milch mit Feuerwehrschläuchen auf die Gebäude der Europapolitiker gespritzt oder einfach verschüttet. Vielen tat dabei ihr Herz weh, aber sie mussten irgendwie auf ihre Anliegen aufmerksam machen. In Europa begann durch die Gier der Reichen und Mächtigen eine große Jammergesellschaft zu entstehen. Die Menschen waren nicht mehr zufrieden und jeder schimpfte auf jeden.

Am Grabensee, im schönen Land Salzburg lebte auf einem kleinem Bauernhof eine junge Familie. Auch sie haben getan, was alle anderen ebenfalls zu dieser Zeit machten, nämlich Milch produzieren. Als jedoch die Milch in Europa verschüttet wurde, während weltweit jede Stunde 400 Kinder an Unterernährung starben, konnten sie das mit ihrem Gewissen unmöglich vereinbaren und machten nicht mehr mit.

Auf die Tierhaltung wollten sie nicht verzichten, da die Bäuerin ihre Tiere von Herzen liebte. Die Kühe durften Tag und Nacht auf die Weide, wobei sie nur noch Gras und Heu zu fressen bekamen. Die Milch der Kühe war in erster Linie für ihre Kälber bestimmt. So durften auch nach der Geburt die Kälber wieder bei ihren Müttern bleiben und bekamen beste Muttermilch zu trinken. Was die Kälber übrig ließen, wurde von der Bäuerin selbst verarbeitet oder an eine kleine Käserei in der Nähe geschickt.

Die Tiere bekamen keine Antibiotika, sondern wurden bei Krankheit mit Homöopathie oder überlieferten Hausmittel versorgt. Die Kühe und Kälber durften ihre Hörner  behalten und statt der künstlichen Befruchtung, vergnügten sie sich wieder mit einem Stier. Wenn sie Bedürfnis hatten, liessen sie sich nicht nur von dem Stier verwöhnen, sondern auch von der elektrischen Massagebürste oder den Streicheleinheiten der Bauernfamilie. Danach legten sie sich auf die Kuhmatratze oder das Strohbett, um zu ruhen.

Wellness für Kühe, die Massagebürste steht ebenfalls Tag und Nacht zur Verfügung

Leider waren die Menschen noch immer nicht bereit, für diese BIO – Heumilch von der es nur 2 -3 % in Europa gab, entsprechend mehr Geld zu bezahlen. Es fehlte einfach die Wertschätzung für die Milch, sowie für den Mehraufwand und die Kosten, welche diese Form der Tierhaltung mit sich brachte.

Darum begann die Bäuerin selber die verschiedensten Milchprodukte herzustellen. Es wurde nur BIO-Heumilch verwendet, welche uns von den Kälbern noch übrig gelassen wurde und von Kühen mit Hörnern stammt. Zusätzlich wurde diese Milch noch durch Agnihotra, eine Feuerzeremonie welche zu Sonnenaufgang und Sonnenuntergang durchgeführt wird energetisiert. (mit Energie – Sonnenlicht aufgeladen)

Es wurden mit dieser Milch die besten Produkte wie Joghurts, Frischkäse, Weichkäse, eingelegter Käse in Öl, Kräuterkäse, Schnittkäse, Mozerella, Trinkjoghurts und Molkegetränke hergestellt. Leider verhinderten Gesetze und Vorschriften, dass andere Menschen diese herrlichen Produkte kaufen konnten.

So wurde aus der natürlichsten und voller Liebe erzeugten Milch, die teuerste Milch der Welt. Niemand durfte diese Milch und ihre Produkte kaufen. Es gab zwar diese kostbaren Produkte, doch sie waren unerschwinglich. Die einzige Möglichkeit in den Genuss dieser besonderen Milch zu kommen, war sie als Geschenk zu erhalten.

Es war echt nicht lustig, die wertvollsten Milchprodukte durften nicht verkauft werden und andererseits, war der Bauernhof massiv gefährdet, für immer die Tore schließen zu müssen.

Eines Tages jedoch, als der Bauer an seinem Lieblingsplatz am Grabensee saß und Gott für die Schönheit dieses herrlichen Naturparadies dankte, hörte er eine innere Stimme. Sie sagte zu ihm: „Du musst die Menschen dazu bringen, dass sie ihr Geld für Wertschätzung, Liebe und Achtsamkeit ausgeben! Sie müssen wieder einen respektvollen Umgang mit der Schöpfung lernen.“ Autos, Handys, Computer, Fernseher, Urlaube und all der andere Luxus machen niemanden glücklich, wenn die Lebensgrundlage einmal zerstört ist.

Lernt wieder mehr DANKBAR zu sein !!! sagte die innere Stimme.

Der Bauer schrieb daraufhin ein Buch mit dem Titel: „DANKE lieber Gott für ALLES“ wo es vor allem um die Werte der Liebe, Glaube, Achtsamkeit, Wertschätzung, Schönheit, Lebensfreude, Gelassenheit, Hingabe und natürlich Dankbarkeit ging. Die Leute konnten das Buch aber nicht lesen, da kein Verlag dieses Buch drucken und zu den Menschen bringen wollte. Sie sagten: „Dass Jemand für Werte bezahlt ohne etwas dafür zu verlangen oder eine Gegenleistung zu erwarten, gibt es nur im Märchen“.

Also schrieb der Bauer genau dieses Märchen und damit begann das Wunder vom Grabensee. Er verbreitet seine Geschichte im Internet und unter allen Menschen, die ihm begegneten. Jede Menschenseele, die „Das Wunder vom Grabensee“ gelesen hatten, teilten es mit ihren Freunden oder erzählten diese Geschichte weiter.

Daraufhin begannen sich viele Menschen für die Dankbarkeit und andere Werte zu interessieren. Das Buch „DANKE lieber Gott für ALLES“ wurde zu einem echten Bestseller und viele Dankbarkeits Stammtische der Sonne im Herzen konnten gegründet werden. Andere wiederum gaben  Tipps und halfen mit, den kleinen Bauernhof zu einem echten Paradies für die Menschen, die Tiere, sowie unsere Natur und Umwelt auszubauen. Nach dem Motto „Leben in und mit der Natur“  gab es:

  • freilaufende Kühe gemeinsam mit ihren Kälbern im Stall, im Auslauf und natürlich auf der Weide.
  • freilaufende Schweine, die sich im Dreck richtig wohl fühlten.
  • freilaufende Pferde zum Wanderreiten und für Reittherapie.
  • freilaufende Hühner und Enten.
  • Streichelzoo mit kleinen Tieren wie Katzen, Hasen usw.

Eine Besonderheit war auch die Möglichkeit zur Selbstversorgung der Menschen mit Obst, Gemüse, Salate, Kräuter, Kartoffel und Milchprodukte. Die Bauernfamilie stellte den Grund für Permakultur, Hügelbeete, Teiche, Ackerbau usw. zur Verfügung. Arbeiten und Ernten durften die Menschen selber. Alles was nicht für den Eigenverbrauch benötigt wurde, verschenkte man an arme Leute, die keine Möglichkeit hatten, sich selbst zu versorgen. Dazu gab es jährlich ein großes Pflanz- und Erntedankfest, welches die Menschen näher zusammen brachte und die Gemeinschaft förderte.

Auf dem Bauernhof der Sonne im Herzen, durften die Menschen selber die Kühe melken, nachdem die Kälber versorgt waren. Sie lernten gemeinsam mit der Bäuerin ihre eigenen Produkte herzustellen, die sie dann mit nach Hause nehmen durften. Dazu gab es Lebensfreude – Seminare, Kurse, und auch immer wieder Führungen am Bauernhof und durch das Naturparadies am Grabensee. Viele großartige Menschen lernten anderen Menschen, verschiedene Tätigkeiten und hielten interessante Vorträge. Daraus entstand eine völlig neue Partnerschaft und Wertschätzung zwischen den Menschen, den Tieren und der Natur.

Beeinträchtigte Menschen durften ebenfalls am Bauernhof mitarbeiten und bekamen so das Gefühl, etwas sehr Wertvolles zu leisten. Man vermittelte ihnen, dass sie gebraucht werden und Teil des großen Ganzen sind. Der Kontakt zu den Tieren hat sehr viel Positves in den Herzen dieser Menschen bewirkt. Niemand war auf diesem Bauernhof mehr wert, als Andere. Jede Seele hatte ihren Platz.

Gemeinsam gab man der Umwelt und Natur  ihren ursprünglichen Platz wieder zurück.

Die Vision der Bauersfamilie  LIEBE IST ALLES- Leben in und mit der Natur“ wurde also Wirklichkeit, indem viele Menschen, dieses Märchen vom Wunder am Grabensee an andere Leute weitergaben oder ihnen davon erzählten.

Dass die Menschen bereit waren, auf diesem Bauernhof für Werte wie Liebe, Achtsamkeit, Wertschätzung und für das Wohl der Tiere und der Umwelt ihr Geld auszugeben, ohne dafür ein Produkt oder andere Leistungen zu verlangen ist das eigentliche Wunder vom Grabensee!!!

Wenn du das Märchen nun gelesen hast und es anderen erzählst, bist auch du ein Teil dieses Wunders. Danke dafür.

 

Über Helmut Mühlbacher

Mit Herz und Liebe will ich Freude dir schenken und deine Gedanken auf das Gute und Schöne in diesem Leben lenken

Ein Kommentar zu Das Wunder vom Grabensee

  1. U. WILL

    Lieber Herr Mühlbacher, durch Ihr wunderbares Buch, das in mein Herz gefallen ist, gestatte ich mir diese vertrauliche Ansprache. Ich beginne jeden Tag mit einer Dankesmeditation für Schwieriges und Leichtes in meinem Leben, wobei ich gelernt habe, mit Achtsamkeit, Geduld und Empathie auf mich selbst zu schauen, und ich erkenne immer tiefer meine eigenen Werte, die mich durch meinen Alltag tragen. Wenn ich diese verletze, stürze ich nicht mehr komplett ab, sondern verzeihe mir und fange da an, wo ich „bin“: in den Armen der allumfassenden Liebe Gottes zum Besten des Lebens aller Lebenden.

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