Wolfgangweg Teil 2 – vom Falkenstein nach St. Wolfgang

Nachdem wir gemeinsam in Teil 1 den Weg vom Europakloster Gut Aich auf den Falkenstein bis zur Hacklwurfkappelle gepilgert sind, geht’s nun weiter bis zum eigentlichen Ziel nach St. Wolfgang.

Wolfgangweg Teil 1 von St. Gilgen auf den Falkenstein

Wolfgangweg, Blick auf das Panorama von St. Wolfgang mit dem Schafberg im Hintergrund.

Wir beginnen wieder bei der Hacklwurfkapelle und gehen nun talwärts Richtung St. Wolfgang. Noch mit aller Aufmerksamkeit ein paar Blumen fotografiert, bevor wir starten.

Auf dem Weg begegnen wir auch einem schönen Bachlauf, welcher uns eine Zeit lang begleitet. Da ist mir folgender Text von HAN SHAN (alias Herman Ricker) in den Sinn gekommen.

Sich von Wünschen, Ängsten und Vorstellungen zu befreien,

und damit sich SELBST zu besiegen,

ist wohl die größte Herausforderung,

die jeder einzelne Mensch in diesem Leben annehmen kann.

(Han Shan – budhistischer Mönch, vorher sehr erfolgreicher Unternehmer und Geschäftsführer aus Hessen in seinem Buch übers Loslassen)

Panta Rhei – Alles fließt, meine Gedanken drehen sich genau um dieses Loslassen können und mir wird bewusst, dass es mir bis jetzt noch nicht möglich war, mich von meinen Wünschen, Ängsten und Vorstellungen zu befreien.

Neale Donald Walsch hat einmal geschrieben:  „Wenn alles sich verändert, verändere Alles – Inneren Frieden finden, in schwierigen Zeiten“

Genau daran erinnere ich mich, wenn das Wasser so talwärts fließt und niemals derselbe Moment bleibt, wie er ist. Daher dürfen wir gerade beim Pilgern viele innere Glücksmomente sammeln.

Weiter gehen wir zur Rastkapelle, wo der Legende nach der Heilige Wolfgang auf diesem Stein gesessen ist, der sich dann wie Wachs nach ihm geformt haben soll. Daher auch Wachsstein genannt.

Weiter ginge es dann entlang der Strasse in den Ortsteil Ried. Wer mit mir geht, bekommt jedoch eine andere Sichtweise, denn wir biegen ab in den Riedersteig. Ein wunderschöner Naturweg, welcher uns entlang von Wäldern, kleinen Bächen und durch ein echtes kleines Paradies für Verliebte zur Hupfmühle (ein kleines Gasthaus) führt.

Entlang des Weges fällt mir auf, dass die wunderschönen Frühlingsrosen schön langsam verwelken und wieder neue andere Blumen blühen. Dazu auch immer wieder morsches, abgestorbenes Holz aus dem wieder neues Leben wächst.

Der Weg führt uns dann zu einem der schönsten romantischen Plätze, die ich je gesehen habe. Kein Wunder, dass dies wieder ein „Gschma Platztl“ für Verliebte und romantische Stunden ist. Um dies sehen zu können, müssen wir bei der Hupfmühle, aber wieder einen kleinen Abstecher von 5 Minuten machen.

Nach diesen Eindrücken geht’s wieder weiter Richtung St. Wolfgang, durch romantische  Wälder auf dem Malersteig hoch über dem Wolfgangsee, bis wir schließlich am Kalvarienberg ankommen.

Leider ist die Kirche am Kalvarienberg die meiste Zeit verschlossen, doch wir machen hoch über St. Wolfgang noch einmal Rast und geniessen die Aussicht auf unser Ziel der Pilgerwanderung. Wie alles Im Leben braucht es auch beim Pilgern einen bedeutenden Anfang – einen Weg und ein lohnendes Ziel. Meistens gibt es zu diesem Ziel viele Wege und manche davon sind auch Umwege. Schauen wir noch einmal zurück:

  • Bedeutender Beginn beim Europakloster Gut Aich
  • viele verschiedene Wege, etwas Abseits des vorgegebenen Weges, haben wir die allerschönsten  Augenblicke erlebt und wir haben uns die Zeit genommen, den Weg zu geniessen. Pilger sammeln Glücksmomente und verlieren nie das Ziel aus den Augen.
  • und nun sind wir bei einem sehr lohnendem Ziel angekommen. Hier nun die letzten Meter bis zum Pilgerbrunnen in St. Wolfgang.

Angekommen am Ziel.

Der Wolfgangibrunnen ist ein mehr als 500 Jahre alter Pilger- oder Wallfahrerbrunnen vor der Pfarrkirche von St. Wolfgang. Das „Wolfgangiwasser“ galt für vielerlei Leiden und Gebrechen als besonders heilsam. Man wusch sich zuerst die Augen, benetzte den Mund, trank es und nahm es in meist blauen Glasflaschen abgefüllt als kostbaren „Gesundbrunnen“ mit nach Hause.

Am Pilgerbrunnen von St. Wolfgang befindet sich auf dem Schalenrand eine Inschrift, die in mehrfacher Hinsicht auf die Gründe zur Errichtung des Quellenheiligtumes hinweist. Ich pin zu den eren sandt wolfgang gemacht abt wolfgang häbrl zu mänsee hat mich petracht zu nütz und zu frömen der armen pilhgrümb dye nit haben gelt umb wein dye sollen pey dissen wasser frelich sein Anno dm 1515 jar ist das werck voll pracht gott sey globt

Der Brunnen ist von Abt Wolfgang Haberl zu Ehren seines Namenspatrons des heiligen Wolfgang, errichtet worden und diente auch andererseits der Labung für die zahlreichen Wallfahrer. Denn die nicht haben Geld für Wein, sollen bei diesem Wasser fröhlich sein!

Fröhlich war auch mein Freund Toni Wintersteller, als er mit der Pilgerfahne vor dem alten Turmkreuz der Pfarrkirche von St. Wolfgang stand, nachdem die Fahne auch ihre Bezeichnung und ihr Symbol trägt.

Nun aber zur der Wallfahrer und Pfarrkirche von St. Wolfgang, deswegen wir ja hier sind.

Der Überlieferung nach wurde die Kirche von Bischof Wolfgang von Regensburg gebaut. Bischof Wolfgang von Regensburg kam 976 in das Benediktinerkloster Mondsee und ging dann weiter in die Gegend am Abersee (Wolfgangsee). Auf dem Falkenstein, als Einsiedler lebend, fasste er den Entschluss, eine Kirche zu bauen. Der berühmte Beilwurf, sollte als göttliche Fügung, über den Standort entscheiden.

Wolfgang warf vom Falkenstein aus ein Beil in das Tal. Er gelobte an dessen Fundort eine Kirche und eine Klause zu errichten. Auf einem felsigen Hügel fand er nach drei Tagen Suche das Beil; er begann unverzüglich damit, eine Kirche zu bauen.

Bekanntestes Stück der Ausstattung ist der Pacher-Altar. Der Flügelaltar mit drei Schauseiten ist der einzige komplett erhaltene Altar des Michael Pacher. Leider ist dieser in der Zeit vor Ostern mit sehr schönen Bildern verdeckt, darum konnte ich nur die Abdecktafeln fotografieren. Dahinter verbirgt sich einer der schönsten gotischen Altäre dieser Welt. (Einfach selbst kommen und anschauen 🙂

Die St. Wolfganger wurden einmal von einer komischen Idee befallen und wollten tatsächlich diesen wertvollen Michael Pacher Altar für einen barocken Altar austauschen. Auch der barocke Altar sieht sehr gut aus und so kam es, dass in der Pfarrkirche von St. Wolfgang nun 2 Altäre stehen.

Hier nun ein Auszug aus Wikipedia zu diesem barocken Altar.

Der Altar ist ein Werk des Thomas Schwanthaler, einem Bildhauer aus Ried im Innkreis. Eigentlich sollte dieser Altar ein Ersatz für den Pacher-Altar werden, da der gotische Altar in der Barockzeit keinen Gefallen mehr fand. Aus Respekt vor der Arbeit Pachers, soll Schwanthaler den Abt von Mondsee bewogen haben, den alten Altar nicht zu entfernen sondern für den neuen Altar einen anderen Platz zu bestimmen.

Im übrigen ist die Kirche wunderschönausgestattet

Nach einer gemütlichen Einkehr, kommt erst der Höhepunkt dieser Pilgerreise am Wolfgangweg. Zurück nach Fürberg geht es nämlich mit dem Schiff, entlang eines großartigen Panoramas vom Weißen Rössel bis zum Schafberg und vielen anderen unvergesslichen Augenblicken.

Von Fürberg geht es dann wieder entweder zu Fuß direkt nach Winkl zum Europakloster Gut Aich, vorbei am Hildegardzentrum oder einen wunderschönen romantischen Weg nach St.Gilgen entlang des Wolfgangsees. Dies ist aber wieder eine andere Geschichte und diese wird dann lauten: „Pilgern für Verliebte – natürlich mit den schönsten und romantischten Plätzen, welche meist im Verborgenen liegen 🙂

Wenn du diesen Weg mit mir gehen willst einfach melden unter:

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GROSSER PILGERWANDERTAG ist übrigens am

22. April 2017 von 08.30 Uhr bis 17.00 Uhr

Hier noch einmal der Teil I – des Wolfgang Weges

Wolfgangweg Teil 1 von St. Gilgen auf den Falkenstein

herzliche Grüße von Helmut


 

 


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Wolfgangweg Teil 1- von St. Gilgen auf den Falkenstein

Ihr Lieben

Heute nehme ich euch mit auf meiner spirituellen Pilgerwanderung auf dem Wolfgangweg. Wir machen uns auf die Spuren des Heiligen Wolfgang, von Winkl bei St. Gilgen über den Falkenstein bis nach St. Wolfgang.

Wolfgangseepilgerweg bei Fürberg am Beginn des Anstieges zum Falkenstein

Gegen Ende des Mittelalters wurde St. Wolfgang zum drittgrößten Wallfahrtszentrum der Christenheit. In den Spitzenjahren gingen bis zu 300.000 Pilger diesen Weg. Wenn ihr wollt, könnt ihr mit mir gemeinsam dieses Stück Himmel auf Erden erkunden.

Blick auf den Falkenstein bei Fürberg, denn wir noch vor uns haben

Es ist eine Begleitung mit Herz und Liebe, da ich alles aus tiefstem  Herzen mache, mit der Liebe zu den Menschen, zu Gott, zum Leben zur Schöpfung, der Natur und ihrer Schönheit.

Ausgangspunkt ist das Europakloster Gut Aich.

Das Europakloster Gut Aich ist ein 2004 gegründetes Benediktinerkloster im Ort Winkl der Salzburger Gemeinde Sankt Gilgen. Ziel des Klosters ist es, einen Beitrag zum friedlichen Zusammenleben von Menschen und Völkern in Europa zu leisten. Patron des Klosters ist der Heilige Benedikt von Nursia, der Ordensvater der Benediktinermönche, der auch der Patron Europas ist. (Zitiert aus Wikipedia)

Europakloster Gut Aich in Winkl bei St. Gilgen

AUF – BRECHEN

Ich will aufbrechen,

meine Chancen wahrnehmen,

meine Freiheiten nutzen,

meine Fähigkeiten entwickeln,

an die Grenzen vorstoßen,

dann in Frage stellen, was ich nicht verstehe.

Bekämpfen, was mich hindert;

Raum schaffen,

das Weite suchen:

Ich breche auf!

Europakloster Gut Aich in Winkl bei St. Gilgen

weiter geht es dann durch Winkl, entlang eines kleines Baches und schönen Waldweges nach Fürberg an das Ufer des Wolfgangsees. Immer wieder begegnen uns die kleinen Dinge des Lebens, welche uns tatsächlich glücklich machen, wenn wir uns Zeit dafür nehmen.

Nach Fürberg geht es dann hoch zum Falkenstein. Vorher ist aber noch eine Kapelle. Hier empfiehlt sich ein Loslass Ritual. Früher haben die Wallfahrer an dieser Kapelle einen Stein in die Hand genommen, als Symbol für ihre Sünden um diesen dann bei der Schächerkapelle wieder abzulegen. Für all jene Pilger, welche das Wort Sünde nicht so gerne hören, kann man auch sagen, um die Vergangenheit und alles Schwere, was uns bedrückt loszulassen.

Ich habe mich persönlich für einen schweren Stein entschieden, dies würde ich aber nicht empfehlen, da es dann doch ganz schön steil nach oben geht, bis wir bei der Schächerkapelle angekommen sind, um den Stein als Symbol für unsere Schwere, welche wir mit uns tragen endlich abzulegen.

Mein Tipp: Am besten wäre es, diese Wegstrecke schweigend zu gehen. Es gibt bestimmt viele Gedanken, welche uns hier beschäftigen, bis wir alles Schwere in uns wieder losgelassen haben.

Als Belohnung für unsere Mühe wartet nicht nur ein schöner Blick nach St.Gilgen und Fürberg, sondern vor allem die Falkensteinkirche, welche ich hier in einem ganz besondern Augenblick fotografieren konnte. Durch das Schmelzwasser hat sich die Falkenstein Kirche nämlich gespiegelt.

Im Jahre 976 soll Bischof Wolfgang ins Kloster Mondsee gekommen sein. Durch die Wirren des Krieges zwischen Kaiser Otto II. und Bayernherzog Heinrich II wollte er nicht mehr in Regensburg als Bischof sein und sehnte sich nach einem Leben als Einsiedler. Dieses fand er hier am Falkenstein, wo er mehrere Jahre lang sehr zurückgezogen in einer kleinen Höhle lebte und wovon viele Legenden erhalten blieben.

Eine Wolfgangskapelle auf dem Falkenstein wurde 1350 das erste Mal urkundlich erwähnt. 1626 ließ der Salzburger Pfleger von Hüttenstein, Johann Wilhelm Lueger, um eine Höhle in der Falkensteinwand mit einer Durchschlupfstelle die heutige Kirche erbauen.

Wer sich durch den Schlupfstein durchzwängt streift alles Übel und Negative von sich ab, so heißt es in einer Legende. So jetzt wisst ihr, warum ich so oft diesen Weg über den Falkenstein gehe.

Die Pilger durchquerten die Durchschlupfstelle ungeschaut und ungeschrien, das heißt ohne zurückzuschauen und schweigend. Von der Engstelle hieß es, dass sie auch der „Dickste, wenn er frei von Sünden ist“ begehen könne. Schwangere erhofften sich eine leichtere Entbindung.

Der Schlupfstein am Falkenstein ist eine der kulturhistorisch bedeutendsten Höhlen in Europa. In einer Sage wird erzählt, dass der Teufel den Heiligen Wolfgang verfolgt hätte. Der Felsen öffnete sich und ließ den Heiligen Wolfgang durch, während dieser Durchschlupf für den Teufel viel zu eng war.

Die eine Hälfte der Kapelle ist mit einem abgegitterten Chor und Altar versehen, die andere Hälfte ist Felswand, Höhle und Schlupfstein und geht zurück auf einen uralten keltischen Kultplatz.

Nach dem anzünden einer Kerze, einem Dankgebet, und dem Eintrag in das Gästebuch verlassen wir die Falkensteinkapelle wieder und begeben uns Richtung Brunnkapelle.

Nicht aber ohne vorher die Wunschglocke zu läuten. Die Legende erzählt, wenn man einmal fest an der Glocke zieht, diese dann loslässt und sie 3 mal nachhallt, geht der Wunsch in Erfüllung. Dass dies auch heute noch so möglich ist, möchte ich euch an Hand einer kleinen Geschichte erzählen.

Mein Freund der Toni Wintersteller hat ja nicht nur über 100 Pilgerbegleiter in Österreich ausgebildet, sondern er gilt auch als Wegbereiter und Brückenbauer zwischen Kirche und Tourismus.

Eines Tages war er mit einem Journalisten einer bekannten Zeitschrift unterwegs und dieser läutete ebenfalls die Wunschglocke. Einige Zeit später hat sich dieser Herr bei Toni gemeldet und sich bedankt, weil sein Wunsch in Erfüllung ging und damit für ihn ein großes Wunder geschehen ist.

Natürlich war der Toni neugierig und hat gesagt: „Du hast dir sicher eine gute Story gewünscht und dass viele Leute deine Geschichte auch lesen.“

NEIN er hat erzählt, dass seine Frau eine Krebsdiagnose bekam und der Tumor überall deutlich sichtbar war, sodass eine Operation und Chemo bevorstand. Er hat in der Kapelle für seine Frau gebetet und sich gewünscht, dass seine Frau wieder gesund wird.

Als sie das nächste mal zur Untersuchung musste, um die Operation vorzubereiten, war überhaupt nichts mehr zu sehen und spüren von einem Tumor. Bis heute ist diese Frau bei bester Gesundheit.

Pilgern erdet und himmelt

(Zitat von Toni Wintersteller)

Ich habe mir natürlich auch etwas gewünscht und wenn dieser Wunsch in Erfüllung geht, werde nicht nur ich wieder der glücklichste Mensch hier auf Erden sein, sondern auch viele andere Menschen davon profitieren.

Halt an, wo läufst du hin?

Der Himmel ist in Dir!

Suchst du Gott anderswo,

du fehlst ihn für und für.

(Angelus Silesius),

Nach einer längeren Pause und vielen Eindrücken sind wir bei der Brunnkapelle angekommen. Sie wird auch Heilige Quelle genannt. Laut Legende stieß der Heilige Wolfgang genau hier mit seinem Stab in die Felswand und es sprudelte die jetztige Heilquelle hervor.

Früher wurden von dieser Quelle  tausende Fläschchen abgefüllt, um Augenschmerzen oder Viehkrankheiten zu heilen. Besonders geholfen soll es auch gegen Unfruchtbarkeit haben.

Für uns Pilger ist dieses Wasser nicht nur erfrischend, sondern schmeckt auch köstlich. Wenn es uns dann zusätzlich auch noch zu heilen vermag, dann können wir von einem weiteren Wunder berichten, wie zahlreiche Legenden erzählen. Mir persönlich wurde einfach wieder einmal bewusst, wie wertvoll unser Wasser ist und wie gesegnet wir sind, hier leben zu dürfen.

Nach einem kurzen, stillen Dankgebet machen wir uns wieder auf den Weg und kommen zur Schlafkapelle des Heiligen Wolfgang. Es zeigt 7 Szenen aus seinem Leben. Er soll sich an die Felswand gelehnt haben und die Spuren davon sind heute noch deutlich zu sehen. Falls jemand Kopfschmerzen hat, hilft es tatsächlich den Kopf in den kühlen Fels zu legen.

Nun wartet der Höhepunkt dieser Pilgerwanderung auf uns. Nämlich die Hacklwurfkapelle mit einem grandiosen Ausblick. Von hier aus soll der Heilige Wolfgang seine Hacke geworfen haben, um dort wo er es findet eine Kirche zu bauen. Gefunden hat er dieses Hackl dann der Legende nach in St. Wolfgang.

Natürlich kann man sich auch auf diesem heiligen Platz wieder etwas wünschen. Damit diese Wünsche dann auch in Erfüllung gehen, drehen wir 3 mal am Wunschstein. Einen Wunsch kann ich euch aber sofort erfüllen.

Nämlich einen kleinen Umweg zum Gschma Platzl mit einer Aussicht, die man nicht mehr so schnell vergisst. Hoch über dem Wolfgangsee mit Blick auf die Berge und der Kirche von St. Wolfgang. Hier nehmen wir uns natürlich genügend Zeit um die Kunst des Lebens zu geniessen.

Mit einigen Impressionen dieser Pilgerwanderung möchte ich den 1. Teil von Fürberg auf den Falkenstein bis zum Scheffelblick und Hacklwurfkapelle nun beenden.

Ankommen – sich finden

Ankommen – an sich glauben

Ankommen – sich selbst annehmen

Ankommen – das Leben lieben

Ankommen – Ruhe finden

Ankommen – der Zukunft vertrauen

Denken wir daran – der schwerste Weg ist immer der zu sich SELBST

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GROSSER PILGERWANDERTAG ist übrigens am

22. April 2017 von 08.30 Uhr bis 17.00 Uhr

Der zweite Teil führt uns genau dann von hier bis nach St.Wolfgang und als Höhepunkt dieser Pilgerwanderung mit dem Schiff nach Fürberg zurück. Dauer der gesamten Pilgerwanderung inklusive Pausen und Rast ca. 5 Std.

Wolfgangweg Teil 2 – vom Falkenstein nach St. Wolfgang

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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Grenzwanderung in Berndorf

Die Kameradschaft Berndorf wanderte am Samstag dem 01. April 2017 entlang der Grenze zu Seeham und Nussdorf vom Schwabenbauer über Aigen, Spatzenegg, und Geiersberg zum Wirt nach Schwandt, wo wir mit bester Gastfreundlichkeit und traditionellen Spezialitäten von der Familie Salzlechner bewirtet wurden.

Hier ein paar Fotos von dieser Wanderung in wunderschöner Natur, mit sehr schönen Bauernhöfen und Einblicke in das Hobby von ganz besonderen Menschen, von denen wir oftmals viel zu wenig wissen.

 


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Schöne Augenblicke am Marienweg

Hier eine kurze Beschreibung aus der Homepage des Pinzgauer Marienweges

(135 km, leichte An- und Abstiege)

Er führt an fünf Marienkirchen vorbei. Ausgehend von Jochbergwald geht es über den Pass Thurn mit Blick auf die Hohen Tauern nach Mittersill, dann in die Weite des Oberpinzgauer Salzachtales.


Wir halten Pilgerrast an den Marienwallfahrtsorten Stuhlfelden und Bruck.
Wir kommen zu Kraftplätzen wie dem Keltendorf in Uttendorf und steigen im Unterpinzgau durch die Kitzlochklamm hinauf nach Maria Elend auf dem Sonnenplateau des Pinzgaues in Embach.

Durch das Dientner Tal führt der Weg zum Filzensattel, vorbei an Hochkönig und Steinernem Meer und über den Jufen zum beeindruckenden Kirchenbezirk von Maria Alm. Über die Einsiedelei bei Saalfelden und durch die „Pinzgauer Hohlwege“ kommen Sie zum Ziel des Pilgerweges, Maria Kirchental.

Wir gingen die Strecke von Piesendorf nach Bruck an der Glocknerstraße.

Pilgern erdet und himmelt (Zitat von Toni Wintersteller)

Bereits 788 wurde Piesendorf als Pfarre errichtet und zählt zu den ältesten Pfarren in der Erzdiözese Salzburg. Piesendorf wird als Urpfarre des oberen Pinzgaues bezeichnet.

Die gotische Pfarrkirche mit neoromanischer Ausgestaltung aus 1854 ist dem Erzdiakon Laurentius geweiht. Bereits vor der jetzigen Pfarrkirche aus dem 13. Jh., stand am gleichen Platz eine romanische Kirche.
Die Michaelskapelle aus den Jahren 1430 – 1439 (Anbau vorne rechts) enthält weltweit einzigartige Wandmalereien mit Heiligendarstellungen.

Von Piesendorf nach Kaprun (5,3km)
Wegbeschreibung:
Von der Pfarrkirche startet man Richtung Süden durch die Unterführung der Bundestraße, quert die Pinzgaubahn und wandert auf dem Radweg bis zum Uferweg der Salzach.

Nach der Unterführung der Bundesstraße kommt man zur Kapruner Ache und geht jetzt auf dem Gehsteig bis ins Zentrum von Kaprun, quert dort die Straße und bewältigt den letzten Anstieg zur Pfarrkirche entweder auf der Straße, die vor dem Kirchbühel hinaufführt oder auf der malerischen Stiege auf der Hinterseite des Kirchbühels.

Auf dem markanten Kirchbichl steht die Pfarrkirche zur Heiligen Margaretha. Der heutige neugotische Bau wurde um 1900 errichtet und ersetzte den schadhaften Vorgängerbau. Die freundlichen Malereien im Inneren wollen eine Ahnung vom Paradies vermitteln, der Hochaltar stellt in allen Teilen Jesus dar.

Beherrschend ist der Blick auf das Kitzsteinhorn, wo das einzige Gletscherschigebiet des Landes Salzburg zum Schifahren einlädt. Die Stauseen Limberg und Mooserboden und der Maikogel sind für Wanderer und Naturliebhaber beliebte Ausflugsziele.

Neben der Burg Kaprun befindet sich die Jakobskapelle aus dem 16. Jahrhundert.
Die Barbarakapelle im Süden des Ortes wurde von den Tauernkraftwerken errichtet und gedenkt der Toten des Kraftwerkbaus. Die Gedenkstätte bei der Gletscherbahn erinnert an die 155 Toten des Unglücks vom 11.11. 2000.

Hier zu sehen die Jakobskapelle auf der Burg Kaprun.

Hier nehmen wir uns Zeit für einen spirituellen Impuls.

Aus „Gott schenke uns Frieden, Ausgewählte Texte“

Ich will aufbrechen,

meine Chancen wahrnehmen,

meine Freiheiten nutzen,

meine Fähigkeiten entwickeln,

an die Grenzen vorstoßen,

dann in Frage stellen, was ich nicht verstehe.

Bekämpfen, was mich hindert;

Raum schaffen,

das Weite suchen:

Ich breche auf!

Von Kaprun nach Bruck (5,6 km)
Wegbeschreibung:
Von der Pfarrkirche absteigend quert man die Straße und nach ca. 200 m die Kapruner Ache. Nun geht es Richtung Osten mit herrlichem Ausblick auf die Burg Kaprun. Auf dem Wanderweg durch das Naturschutzgebiet Filzmoos kommt man zum Salzachuferweg.

Einige Kilometer wandert man nun neben dem Radweg, der direkt in den Ort Bruck und zur Pfarrkirche „Maria auf dem Eis“, führt.

Bruck liegt am Beginn der Großglockner Hochalpenstraße, die dem Ort den touristischen Aufschwung brachte.

Kirchengeschichte:

Die Pfarrkirche Unserer Lieben Frau zu Bruck, ehemals Filiale von Zell am See,
birgt das Gnadenbild U. L. Frau auf dem Eis (1500).Seit dem 17. Jhd. kommen die Menschen mit ihren Nöten zur Muttergottes in Bruck.

Die heutige Pfarrkirche wurde 1869 fertig gestellt und hat 3 Altäre (Haupt-, Marien-und Josefsaltar). Im Vorraum wird eine barocke Statue von Maria mit ihrem toten Sohn im Arm verehrt.

Gehzeit von Piesendorf bis nach Bruck ca. 3 Std. inklusive Pausen zum fotografieren.

herzliche Grüße von Helmut

 

 

 

 


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Geschichten Teil 4 – Versammlung der Gefühle

Wieder einmal eine sehr schöne Geschichte von Gisela Rieger aus dem Buch „Inspirationen für´s Herz“

Sonnenuntergang am Wallersee in der Bio-Heu-Region am 10. Jänner 2017

Versammlung der Gefühle

Vor langer, langer Zeit wurden die Gefühle geschaffen, um in den Menschen zu wohnen. Ihre Bestimmung war es, den Menschen zu einem sinnvollen, glücklichen und erfüllten Leben zu verhelfen.

Alle Gefühle waren erfreut, eine so schöne, wie verantwortungsvolle Aufgabe bekommen zu haben. Sie hatten ihre eigene Rangfolge und jeder wusste um seinen Platz und seine Bestimmung.

Die Liebe war seit jeher das größte und beliebteste Gefühl; sie hatte immer für jeden ein offenes Ohr. Dicht bei der Liebe stand die Dankbarkeit; diese stärkte die Zufriedenheit …

Lange Zeit lebten alle Gefühle harmonisch und ausgewogen miteinander. Wurde die Sorge mal zu groß, kam umgehend die Zuversicht zur Hilfe. Dem großen Kummer half stets der Trost, ebenso wurde die Schwere von der Leichtigkeit unterstützt. In diesem Sinne halfen sich alle Gefühle gegenseitig, wenn sie gebraucht wurden.

Eines Tages mussten die Gefühle jedoch feststellen, dass sie ihre Aufgaben kaum mehr bewältigen konnten. Manche wurden immer öfter von den Menschen unterdrückt und kamen seltener zum Vorschein. Andere hingegen bekamen viel mehr Macht als ihnen lieb war.

Die Menschen erstellten zwei Kategorien für ihre Emotionen und unterteilten diese in »positive« und »negative« Gefühle.

Das Materielle, Laute und Schnelle bekam einen immer größeren Stellenwert. Weltweit berichteten die Medien vorwiegend über das »Schreckliche« und nur selten über das »Gute«!

Hass, Wut, Neid, Ärger, Eifersucht, Gier, Angst und Sorge … wurden stärker, so dass sie auf Hochtouren liefen, um ihre Anforderungen zu bewältigen und schließlich ständig überfordert waren.

Die bislang positiven Gefühle waren verzweifelt, sie wurden immer weniger wahrgenommen. Sätze wie: »Geiz ist geil«, »Liebe macht blind«, »Zeit ist Geld«, zogen immer größere Kreise.

Trotz allergrößter Anstrengungen wurden die Gefühle Liebe, Dankbarkeit, Glück, Freude, Leichtigkeit … immer mehr verdrängt. Das Gleichgewicht unter den Gefühlen stimmte nicht mehr.

Die Angst und Verzweiflung wurde immer größer, die Traurigkeit weinte seit vielen Stunden, die Wut und Verurteilung machten den Hass für alles verantwortlich…

Als alle Gefühle beinahe restlos überfordert waren, sprachen die Hoffnung und die Zuversicht ein Machtwort!

Es wurde erstmalig eine Versammlung aller Gefühle einberufen.

Geraume Zeit beratschlagten sie, wie sie wieder in Einklang leben könnten und erstellten folgenden Plan:

  • Die Liebe soll wieder das stärkste und mächtigste Gefühl sein, denn alles was mit Liebe geschieht, ist immer gut!
  • Die Dankbarkeit soll auch ganz oben stehen, denn wenn man dankbar ist, zieht man immer mehr an, für das man dankbar sein darf.
  • Die Hoffnung bekam wieder ihren Platz, denn wenn man hoffen kann, gibt man nicht so schnell auf.
  • Das Glück, die Freude und die Leichtigkeit bekamen wieder ihren bedeutenden Stellenwert und sie umarmten sich innig.
  • Die Traurigkeit war müde und durfte sich zurückziehen, mit der Erkenntnis, dass auch sie wichtig ist, denn nur wer fähig ist, manchmal traurig zu sein, ist auch fähig zum Lieben und zum Glücklich sein.
  • Die Angst und die Sorge durften sich zufrieden in den Hintergrund stellen, dennoch wussten sie, dass sie schnell vor Ort sein könnten, wenn sie gebraucht wurden, um den Menschen vor Schlimmerem zu bewahren.
  • Die Verzweiflung begnügte sich mit ihrem kleinen Plätzchen am Rande und blickte glücklich zur Hoffnung.
  • Als alle Gefühle wieder im Einklang waren, kam der Hass hervorgekrochen. Mit einem zufriedenen Lächeln umarmte er die Liebe, sowie alle anderen Gefühle und sprach:
  • »Ich habe viel zu lange auf dieser Welt regiert, schon lange möchte ich gehen. Nun, da die Harmonie wieder eingekehrt ist, kann ich endlich in Frieden ziehen. Lebt wohl!«

    Die Weisheit sprach das Schlusswort: »Wenn der Mensch es zulässt seine Gefühle wahrzunehmen und jedem Gefühl seinen angemessenen Platz gibt, wird er erkennen, dass das Leben ein Geschenk ist – einzigartig, lebendig und wunderschön!«

    © Gisela Rieger; aus dem Buch „Inspirationen für`s Herz“ ; ISBN 978-3-00-050869-1

Meine Lieben,

  • wie oft wollen wir unsere Gefühle verdrängen, anderen und uns selbst etwas vorspielen?
  • wie sehr belügen wir uns selbst, nur um den Schein zu wahren??
  • wie viele seelische Schmerzen versuchen wir zu überspielen, nur dass sie unsere Mitmenschen nicht bemerken???

Solche Fragen könnte ich sehr viele stellen, beantworten muss sie jeder für sich selbst.

Glaubt mir, nach der Trennung von meiner ersten Frau ging es mir sehr schlecht, ich war am Boden zerstört, hatte viele Selbstzweifel und durfte so ziemlich alle Gefühle kennenlernen, die ein Mensch nur haben kann.

Ja ich habe sie zugelassen, ja ich habe ein ganzes Jahr geweint, getrauert und meine Gefühle gelebt. Ja ich war schwach und fühlte mich oft hilflos und ja ich habe professionelle Hilfe in Anspruch genommen, als ich wusste, dass ich aus diesem Gefühlschaos alleine nicht mehr rauskomme.

Dazu habe ich über 100 traurige Gedichte geschrieben und einige Gedichte sowie viele Beiträge mit meinen Gedanken und Gefühlen in dieser Homepage veröffentlicht. Nein ich habe mich nicht versteckt, denn es geht vielen Menschen so, wie es mir damals gegangen ist. Mit meinen Erfahrungen kann ich den Menschen MUT, HOFFNUNG und ZUVERSICHT schenken.

Viele der Leserinnen und Leser kennen meine Fotos von den herrlichen Landschaften und Stimmungen am Himmel. Die aller schönsten davon sind in den traurigsten Momenten entstanden.

Mittlerweile bin ich wieder rundum glücklich und voller neuer Lebensfreude mit einem ganz großen Ziel und der Gewissheit eines Tages zusätzlich mit einer wundervollen, zu mir passenden Frau glücklich und zufrieden leben zu dürfen.

herzliche Grüße von Helmut


 

 


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Geschichten Teil 3 – Die Liebe sehen

Ich danke Gisela Rieger sehr für diese wunderschönen Geschichten, welche ich in Ihrem Namen veröffentlichen darf.

Heute geht es um die Liebe.

Die Liebe sehen

Ein junges Mädchen befragte ihre weise Großmutter: »Sag mir, jeder spricht ständig von der Liebe – wie kann ich die wahre Liebe sehen?«

»Mein liebes Kind«, sprach die Großmutter, »als ich so alt war wie du, wollte ich auch die Liebe sehen. Meine Großmutter meinte damals, dass man die wahre Liebe nur mit dem Herzen sehen könne.

Als ich deinen Großvater kennenlernte, verglich ich die Liebe mit der Sonne. Die strahlende Sonne konnte ich mit bloßem Auge nicht erblicken.

Genauso wenig kann jemand die wahre Liebe mit dem bloßen Auge sehen. Jedoch erkannte ich, dass die Sonne, ebenso wie die Liebe, den Tag erhellt und in der Nacht den Mond und die Sterne beleuchtet.

Auch wenn Wolken am Himmel stehen oder alles im Nebel versinkt, die Sonne bleibt trotzdem. Sie kann Schnee und Eis schmelzen, sowie die Natur zum Blühen bringen.

Die Sonne umhüllt dich mit Licht und Wärme und lässt durch den Sonnenaufgang und Sonnenuntergang ihre wahre Größe erkennen.«

Das Mädchen dachte eine Weile über die Worte der Großmutter nach.

»Ich denke, ich habe die Sonne im Herzen!«,

meinte das Mädchen mit einem strahlenden Lächeln.

© Gisela Rieger; aus dem Buch „Inspirationen für`s Herz“ ; ISBN 978-3-00-050869-1

  • Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

                            (Antoine de Saint-Exupéry, franz. Schriftsteller 1900-1944)

Herz und Verstand

Meiner Meinung nach wurde schon seit tausenden Jahren sehr viel über die Liebe geschrieben und gesagt, doch niemand konnte bis jetzt erklären, was Liebe überhaupt ist.

Auch ich kann keine Erklärung geben oder kenne die Wahrheit über die Liebe. Da ich aber hier in diesem Blog immer meine eigene Meinung und Gedanken schreibe, habe ich mir natürlich auch mein persönliches Bild von der Liebe gemacht.

Für mich ist die Liebe im Herzen etwas ganz besonderes. Ich kann diese Liebe der Sonne im Herzen nicht erklären, sondern nur spüren und fühlen. Das einzige was ich täglich erleben darf, ist ihre Auswirkung. Es ist so wie beim elektrischen Strom: wir können ihn nicht sehen, aber seine Eigenschaften nutzen wir alle täglich, auch wissen wir, wie er erzeugt wird und einige von uns haben ihn auch schon zu spüren bekommen.

Bei der Liebe ist es nicht anders:

  • wir können Liebe nicht sehen
  • wir dürfen Liebe aber fühlen und spüren
  • wir erleben Liebe täglich und dazu ihre Auswirkung positiv und negativ
  • wir kennen die Eigenschaften der Liebe
  • wir wissen einiges darüber wie Liebe entsteht
  • den ganzen Umfang der Liebe können wir jedoch niemals ganz erfassen

Ein symbolisches Bild für meine Sicht der Liebe ist die Sonne im Herzen. Ich weiß dass ich diese Sonne im Herzen trage und diese Sonne im Herzen bin. Daher auch meine Begleitung mit Herz und Liebe .

Natürlich gibt es auch ab und zu noch Schatten, die diese Sonne verdecken, doch im Bewusstsein dieser Liebe im Herzen, setzt sich die Sonne immer mehr durch. Sie verbreitet viel Licht in meinem Inneren und ihre Wärme schenkt mir Geborgenheit.

Sonnenaufgang in der BIO Heuregion am Obertrummersee

Liebe Freunde, das war nicht immer so und deshalb habe ich mir in einer sehr schwierigen  Phase meines Lebens geschworen:

Ich will niemals mehr wieder von der Liebe eines anderen  Menschen abhängig sein, sondern finde diese Liebe in mir selbst

Ich habe mich entwickeln dürfen und die Liebe in mir erkennen können. Wir alle tragen diese Liebe in uns, doch gelingt es sehr wenigen Menschen diese Liebe auch zu entdecken, sie dankbar anzunehmen und in sich selber auch zu spüren. Ich habe diese Gnade bekommen und bin sehr dankbar dafür.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen viel Sonne im Herzen und sende beste Grüße euer Helmut aus Salzburg



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Lebensfreude pur öffnet viele Herzen

Wenn du die Trennung und den Liebeskummer hast überwunden,

und nach schwieriger Zeit zu Dir selbst wieder gefunden.

Kannst du erleben, großartige schöne Stunden,

weil man sich fühlt an nichts mehr gebunden.

Du gibst voller Liebe und ohne Erwartungen Dich hin,

dies ist für alle Beteiligten ein großer Gewinn.

Die Lebensfreude kannst du voller Begeisterung sprühen lassen,

es muss nicht immer alles perfekt passen.

Das Leben hält so viele Abenteuer und Schönheit für uns bereit,

egal ob alleine oder manches mal auch zu zweit.

Augenblicke, die dir den Atem rauben,

lassen uns wieder an eine schöne Zukunft glauben.

Die Flying Sisters sind alle drei wunderschön,

allerdings ist es nicht einfach mit ihnen zu gehen.

Sie entführen dich hoch in des Himmels Lüften,

und verzaubern mit betörenden Düften.

Paragleiten über traumhafte Landschaften und Kulissen,

nichts davon möchten sie jemals davon missen.

Engelsgleich schweben die drei Schwestern auf den Boden zu,

und bringen so manches Männerherz aus der Ruh.

Es war kein Zufall, dass wir uns fanden,

nach der Fernsehshow sind sie plötzlich neben mir gestanden.

Nett,  und voller Freude haben sie sich fotografieren lassen,

ich konnte mein Glück in diesem Moment kaum fassen.

Da musste ich erst mit Toni in die Bundeshauptstadt kommen,

denn in Salzburg habe ich die Flying Sisters noch nie vernommen.

Ja ich darf die Fotos mit Ihnen auch in der Öffentlichkeit verwenden,

und alle meine Leser mit viel Lebensfreude und Schönheit beschenken .

(Helmut Mühlbacher)


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Geschichten Teil 2 – Dankbare Reporter

Heute gibt es wieder einmal eine sehr schöne Geschichte von Gisela Rieger aus dem Buch „Inspirationen für´s Herz“

Dankbare Reporter

Blitzlichter durchfluteten die traumhafte Wohnung einer berühmten Innenarchitektin. Nach den Fotoaufnahmen saß das Reporterteam eines Magazins im Wohnzimmer der Dame, um diese noch zu interviewen.

Nach den üblichen Fragen erkundigte sich ein Reporter, ob die vielen großen Glasbehälter, die alle mit unzähligen kleinen Steinchen gefüllt waren, der neueste Trend seien?«

Lächelnd antwortete die Architektin: »Ach, das wäre schön! Wissen sie, es gab in meinem Leben Zeiten, die nicht sehr rosig waren! Damals fing ich an, immer wenn ich für irgendetwas dankbar war, ein Steinchen in einen Glasbehälter zu geben.

Anfangs hatte ich nur ein großes Einmachglas. Als ich feststellte, welche positive Wirkung meine »Dankbarkeitssteinchen« auf mich hatten, wurden meine Gläser immer größer und immer mehr.

Ich erkannte, dass, wenn man dankbar ist, man immer mehr Dinge, Situationen und Menschen im Leben anzieht, für die man dankbar sein darf.

Jedes Mal wenn ich in mir Gefühle von Ärger, Ungeduld, Unzufriedenheit oder dergleichen spürte, schenkte ich meinen Dankbarkeitssteinchen ganz besondere Aufmerksamkeit.

Manchmal nahm ich bewusst ein paar Steinchen in die Hand und spürte diese wunderbare Energie. Seither erkenne ich, wie schön das Leben ist und dass ich offensichtlich »steinreich« bin!«

Die Reporter wurden ganz still, beinahe andächtig. In der nächsten Ausgabe war ein berührendes Interview abgedruckt, das rege Resonanz zeigte.

Noch Jahre später bekam die Architektin Dankesbriefe von vielen Lesern, welche ihr schilderten, welch positiver Wandel in ihrem Heim und Leben eingezogen sei.

So sind die schlichten Gläser, gefüllt mit verschiedensten Steinchen, in vielen Haushalten zu einem Trend geworden.

Nachahmung und Weiterempfehlung ist erwünscht!

© Gisela Rieger; aus dem Buch „Inspirationen für`s Herz“ ; ISBN 978-3-00-050869-1

  •  Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens.

(Jean-Baptiste Massillon,französischer Geistlicher, 1663 – 1742)

Ihr Lieben

Es ist nicht nur eine wunderschöne Geschichte, sondern auch sehr zu empfehlen, dies auch wirklich zu TUN. Seit vielen Jahren schon schreibe ich mir jeden Tag 3 bis 5 Dinge auf, für die ich sehr dankbar bin.

Dazu trage ich jeden Tag und zu jedem Anlaß mein Dankbarkeitsherz bei mir, um immer wieder zu fühlen, dass es auch in den schwierigsten Zeiten Dinge gibt, für die ich einfach dankbar sein kann.

Herz und Verstand

Herz und Verstand

Die Dankbarkeits Steine oder auch das Dankbarkeitsherz bewahren uns nicht vor traurigen Momenten und unguten Gefühlen, da müssen wir durch, doch sie erinnern uns immer wieder an das schöne und gute Gefühl der Dankbarkeit. Dadurch kommen wir schneller wieder aus dem Strudel der negativen Energien heraus und in die Lebensfreude.

Wer dankbar jeden Sonnenstrahl genießt, wird auch mit den Schattenseiten des Lebens leichter fertig werden, denn Dankbarkeit bringt die Sonne in uns selbst zum strahlen (Helmut Mühlbacher)


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Geschichten Teil 1 – Spuren im Schnee

Manchmal gibt es im Leben Dinge, die sind nicht erklärbar und dann fällt einem plötzlich alles zu. Derzeit darf ich in dieser glücklichen Lage sein. Egal ob es Erfolg, ein neues Ziel, die Lebensaufgabe oder auch Frauen sind, alles kommt irgendwie von Selbst.

Ja sogar meinen wahren Sinn und meine Berufung, warum ich hier auf Erden bin, durfte ich mittlerweile entdecken. Wie immer wird darüber erst berichtet, sobald ich dies auch lebe und tue.

Sonnenuntergang am Wallersee in der Bio-Heu-Region am 10. Jänner 2017

Sonnenuntergang am Wallersee in der Bio-Heu-Region am 10. Jänner 2017

Nach einem Jahr der tiefsten Trauer und großen seelischen Schmerzes mit vielen Tränen, hat sich alles gedreht und ich darf wieder voller Glück, Freude und ganz viel Liebe im Herzen leben. Ja es ist sogar das großartigste dazugekommen, was ich mir immer so sehr gewünscht habe.

DER FRIEDE IN MEINEM HERZEN und die Erkenntnis, dass ich zum „Glücklichsein“ derzeit keine Partnerin brauche.

Natürlich macht es mir große Freude, wenn ich in Zukunft wieder meine Liebe und die schönsten Glücksmomente mit nur einer Frau teilen kann, ja wenn die Sonnen im Herzen schon in der Früh gemeinsam um die Wette strahlen und am Abend nach einem schönen Sonnenuntergang wieder tiefen Frieden und Geborgenheit im Herzen fühlen.

Sonnenuntergang am Wallersee in der Bio-Heu-Region am 10. Jänner 2017

Sonnenuntergang am Wallersee in der Bio-Heu-Region am 10. Jänner 2017

Bis dahin werde ich weiterhin meine Gedanken und alles was mich berührt oder mich anspricht mit euch teilen. So wie eine ganze Serie wunderschöner Geschichten mit viel Weisheit und Selbsterkenntnis von Gisela Rieger.

Sie hat mich vor einiger Zeit angerufen und mir die freudige Mitteilung gemacht, dass sie mir viele Texte, Gedanken und Geschichten für die Leserinnen und Leser dieser Webseite zur Verfügung stellt und ich dies alles mit meinen Bildern und eigenen Gedanken begleiten darf.

Sonnenuntergang am Wallersee in der Bio-Heu-Region am 10. Jänner 2017

Sonnenuntergang am Wallersee in der Bio-Heu-Region am 10. Jänner 2017

Es ist mir eine große Ehre, auch immer wieder auf ihre Bücher hinzuweisen. DANKE Liebe Gisela Rieger, du machst mit deinen Geschichten und Texten damit sehr vielen Menschen große Freude.

Diese Geschichten von Gisela erinnern mich auch an meinen guten Freund Werner Forneberg aus Bremen, der jahrelang mit seinen Gedanken und Worten mein ständiger Begleiter war, bis er eines Tages nichts mehr geschrieben hat und seine Geschichten aus dem Internet verschwunden sind.

Mein Ziel war es, seine Geschichten nicht nur zu verbreiten, sondern auch bei allen meinen öffentlichen Auftritten die Erinnerung an einen guten Freund aufrechtzuerhalten und sein großartiges Lebenswerk weiterzuführen.

Sonnenuntergang am Wallersee in der Bio-Heu-Region am 10. Jänner 2017

Sonnenuntergang am Wallersee in der Bio-Heu-Region am 10. Jänner 2017

Da dies nicht möglich war, freue ich mich umso mehr, dass mir nun Gisela ihre Geschichten, Gedanken und Worte zur Verfügung stellt.

Spuren im Schnee

Endlich hat es über Nacht geschneit und die ganze Landschaft liegt unter einer dicken, glänzenden Schneedecke. Jakob und Ludwig holen sogleich ihre Rodel aus dem Schuppen und machen sich freudig auf den Weg zu ihrem Schlittenberg.

Die beiden Brüder bestaunen die Schneepracht, auf der noch keine einzige Spur zu erkennen ist. So wetten sie um eine Tafel Schokolade, wer die geradeste Spur den Hügel hinauf ziehen kann.

Der gewissenhafte Jakob setzt sorgfältig einen Fuß möglichst gerade neben den anderen. Der sorglose Ludwig stapft einfach drauflos.

Oben angekommen, sieht Jakob zu seinem Entsetzen, dass er eine Zickzacklinie hinterlassen hat. Sein Bruder hingegen zeichnete in geradester Linie seine Spur.

»Das verstehe ich nicht«, meint Jakob, »ich habe mich auf jeden meiner Schritte konzentriert. Wie hast du es nur geschafft, auf die Schnelle den geradesten Weg zu wählen?«

»Das ist doch ganz einfach!«, meint Ludwig, »ich habe mich nur auf den Baum oben am Berg konzentriert. Das war mein Zielpunkt und auf diesen bin ich zugegangen.«

Sonnenaufgang beim Eugendorferberg am 13. 12. 2016

Sonnenaufgang beim Eugendorferberg am 13. 12. 2016

An diesem Tag hat Jakob zwar eine Tafel Schokolade verloren, dafür aber die Erkenntnis gewonnen, dass man nicht nur auf seine nächsten Schritte achten muss, sondern seine Ziele nie aus den Augen verlieren darf.

© Gisela Rieger; aus dem Buch: „Geschichten, die dein Herz berühren“ ; ISBN: 978-3-00-053788-2

Sonnenuntergang am Wallersee in der Bio-Heu-Region am 10. Jänner 2017

Sonnenuntergang am Wallersee in der Bio-Heu-Region am 10. Jänner 2017

  • Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht immer noch geschwinder als der, der ziellos umherirrt. (Gotthold Ephraim Lessing, deutscher Dichter, 1729–1781)

Wisst Ihr, was für mich das schlimmste nach der Trennung von meiner Frau war ???

Richtig, dass ich kein Ziel mehr hatte, dies hat mich hoffnungsloser gemacht, als die fehlende Nähe, Zärtlichkeit und romantischen Stunden. Alle Pläne, Träume und Ziele auf einmal weg, alles zusammengebrochen und nichts mehr wert.

wildkarwasserfall-0

Wildkarwasserfall im Teufelsgraben am 06.01. 2017 im Biodorf Seeham

Immerhin ist die große Dankbarkeit, Wertschätzung und schöne Erinnerung geblieben, darum kann ich jetzt wieder glücklich sein und habe meine eigenen Träume, Visionen und Ziele für die ich mich einsetze und für die ich lebe.

Es sind schöne Träume, Visionen und Ziele im Sinne der Liebe Gottes von denen noch viele Menschen profitieren.

sonnige Grüße von Helmut Mühlbacher

helmut-muehlbacher-als-buchautor

 

 


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Traurigkeit und Hoffnung

Ihr Lieben, jetzt sind es nur noch 2 Tage bis zum Jahreswechsel und dann beginnt das Jahr 2017.

Dieses Jahr heuer war bei mir geprägt durch sehr viel Licht und Schatten. Ja es war ein Leben zwischen Himmel und Hölle. In diesem Jahr wurde meine eigene Lebensfreude sehr oft durch die Traurigkeit und manchmal auch Verzweiflung abgelöst. Eines ging dabei aber niemals verloren und dass war die DANKBARKEIT.

Stille und Ruhe

Genau die DANKBARKEIT hat mir in den traurigsten Stunden meines Lebens wieder neue Hoffnung und Zuversicht geschenkt. Diese Hoffnung und Zuversicht gebe ich gerne weiter, egal ob mit meinen Fotos oder mit meinen Gedanken.

Lassen wir die Sonne aufgehen

Lassen wir die Sonne aufgehen

Heute habe ich für euch eine ganz wundervolle Geschichte von Inge Wuthe. Ich habe sie vor einiger Zeit mal angeschrieben, ob ich ihre Worte veröffentlichen darf und sie hat mir dafür die Erlaubnis gegeben. Vielleicht nehmt ihr euch die Zeit, dieses wunderschöne Märchen zu lesen, denn Traurigkeit und Verzweiflung können jeden von uns einmal treffen.

Das Märchen von der traurigen Traurigkeit

Es war einmal eine kleine Frau, die einen staubigen Feldweg entlanglief. Sie war offenbar schon sehr alt, doch ihr Gang war leicht und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.

Bei einer zusammengekauerten Gestalt, die am Wegesrand saß, blieb sie stehen und sah hinunter.

Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Decke mit menschlichen Konturen.

Die kleine Frau beugte sich zu der Gestalt hinunter und fragte: „Wer bist du?“

Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. „Ich? Ich bin die Traurigkeit“, flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass sie kaum zu hören war.

„Ach die Traurigkeit!“ rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.

„Du kennst mich?“ fragte die Traurigkeit misstrauisch.

„Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal, hast du mich ein Stück des Weges begleitet.“

„Ja aber…“, argwöhnte die Traurigkeit, „warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?“

„Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?“

„Ich…, ich bin traurig“, sagte die graue Gestalt.

Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr. „Traurig bist du also“, sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. „Erzähl mir doch, was dich so bedrückt.“

Die Traurigkeit seufzte tief.

„Ach, weißt du“, begann sie zögernd und auch verwundert darüber, dass ihr tatsächlich jemand zuhören wollte, „es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest.“

Die Traurigkeit schluckte schwer.

„Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: ‚Papperlapapp, das Leben ist heiter.‘ und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: ‚Gelobt sei, was hart macht.‘ und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: ‚Man muss sich nur zusammenreißen.‘ und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: ‚Nur Schwächlinge weinen.‘ und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen.“

„Oh ja“, bestätigte die alte Frau, „solche Menschen sind mir auch schon oft begegnet…“

Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen.

„Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf, wie eine schlecht verheilte Wunde und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Stattdessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu.“

Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt. Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel.

„Weine nur, Traurigkeit“, flüsterte sie liebevoll, „ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr Macht gewinnt.“

Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin: „Aber…, aber – wer bist du eigentlich?“

„Ich?“ sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd. „Ich bin die Hoffnung.“

Verfasser/Autor: Inge Wuthe – Gestalttherapeutin www.inge-wuthe.de

Eine wundervolle Geschichte, die mich oft zu Tränen rührt, wenn ich sie lese. Da sind wir bei den Tränen. Ja in diesem Jahr habe ich viele tausend Tränen geweint, fast jeden Tag musste ich weinen, weil mich ein geliebter Mensch verlassen hat. Dazu ist dann auch noch Liebeskummer mit einer neuen Partnerin gekommen, die ich nach der Trennung von meiner ersten Frau kennenlernen durfte.

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Ja man darf auch mit 47 Jahren noch weinen und auch Liebeskummer haben. Es sagt mir, dass die Menschen mir viel bedeuten und dass ich traurig bin, weil ich nicht mehr mit ihnen zusammen sein kann. An den schönsten Plätzen fühlt man sich einsam.

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Manchmal war die Traurigkeit so groß, dass die Verzweiflung über die Hoffnung gesiegt hat. Ja da war meine Sonne im Herzen durch dunkle Wolken verdeckt. Genau diese Zeit ohne Hoffnung war die Hölle für mich. Nicht die Traurigkeit, sondern die Hoffnungslosigkeit können unser Leben hier auf Erden zur Hölle machen.

Sonnenuntergang über dem Haunsberg am 13.06.2015

Sonnenuntergang über dem Haunsberg am 13.06.2015

Aus diesem Grund bin ich für diese Geschichte von Inge Wuthe so sehr dankbar, denn hier weicht die Hoffnung nicht mehr der Verzweiflung, sondern bleibt bei der Traurigkeit.

Egal wie tief wir fallen - Gottes Hände fangen uns wieder auf

Egal wie tief wir fallen – Gottes Hände fangen uns wieder auf

Seither habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, den Menschen wieder mehr MUT, Hoffnung und Zuversicht zu geben. Egal ob durch persönliche Gespräche, meine Landschaftsbilder welche ich jeden Tag in die sozialen Medien stelle oder durch Worte und Gedanken, so wie hier auf dieser Homepage.

sonnige Grüße von Helmut Mühlbacher

helmut-muehlbacher-als-buchautor


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